Research Unit for Tissue Regeneration, Repair and Reconstruction

Hintergrund

Die Medizin steht vor großen Entwicklungen. Dank der rasant wachsenden Einblicke in zelluläre Prozesse verstehen wir die molekularbiologischen Mechanismen der „Heilung“ unseres Körpers zunehmend besser. Diese Selbstheilungskräfte gezielt zu nutzen, bedeutet eine wesentliche Erweiterung der Heilkunst um therapeutische Optionen, die oft unter dem Schlagwort der Regenerativen Medizin zusammengefasst werden.
Einige Anwendungen wurden bereits Realität. Dazu zählen Hautersatz, die durch das Tissue Engineering – das heißt die intelligente Kombination von Hightechmaterialien und Zellkulturen – verfügbar wurden.

Regenerative Technologien gehören zu den innovativsten Zukunftsfeldern der modernen medizinischen Forschung und Anwendung. Die Möglichkeit, die Selbstheilungskräfte des Körpers gezielt zur Behandlung von Krankheiten zu mobilisieren, ist für die Gesundheit vieler Menschen eine überaus wichtige, wirtschaftlich sehr viel versprechende und wissenschaftlich höchst faszinierende Perspektive.
Konkret umfassen die Regenerativen Technologien die Erhaltung beziehungsweise Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit und damit Lebensqualität bei Patienten – auch bei bisher nicht therapierbaren Krankheitsbildern.
 
Schon heute zeigen sich gerade in der Plastischen Chirurgie erstaunliche Beispiele, unter anderem die Möglichkeit, Hautverbrennungen durch aus Zellen nachgezüchtete Haut zu behandeln. Aber auch der Einsatz von Fettzellen und ADSCs im Bereich der Geweberegeneration, Gewebereparation und Geweberekonstruktion stellen eine interessante und vielversprechende Option dar. Viele dieser Ansätze sind bereits praxistauglich bzw. werden auch bereits in der klinischen Routine eingesetzt.

Diese ersten Erfolge sind aber nur durch gemeinsame Anstrengungen, vor allem durch die Zusammenarbeit von Grundlagenforschung, Klinik und Industrie möglich.

Ziel der Forschungseinheit ist es, auf dem Gebiet „Tissue Regeneration, Tissue Repair and Tissue Reconstruction“ eines der Europäischen Zentren (Forschung, Lehre und Behandlung) zu werden.
 
 
Der Forschungsschwerpunkt liegt auf der Entwicklung bzw. der Verbesserung bestehender chirurgischer und konservativer Therapien im Bereich der Plastischen, Ästhetischen und Rekonstruktiven Chirurgie. Daneben sollen auch „allgemeine“ Themen wie z.B. Wundheilung in enger Kooperationen mit anderen Abteilungen (z.B. Thorax und Hyperbare Chirurgie) bearbeitet und beforscht werden. Im Rahmen unterschiedlicher Forschungsprojekte sollen z.B. unterschiedliche Biomaterialien hinsichtlich ihrer Biokompatibilität und der Zell-Matrix-Interaktionen untersucht werden. Auf die praktische Umsetzbarkeit in der Klinik soll bei der Entwicklung neuer Methoden besonders geachtet werden; sowohl hinsichtlich des technisch Machbaren als auch ethisch Vertretbaren.
 
Ziel der Forschungseinheit
 
Eines der vorrangigen Ziele der Klinischen Abteilung für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie und Ihrer Forschungseinheit (Research Unit for Tissue Regeneration, Repair & Reconstruction) ist es im Bereich der nachhaltigen Gesundheitsforschung noch aktiver zu werden und die Bestrebungen der Medizinischen Universität Graz nachhaltig zu unterstützen.
 
Ziele:
  • Unterstützung des Generalthemas der MUG „Nachhaltige Gesundheitsforschung“
  • Steigerung der regionalen (BioTechMed) und überregionalen Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet „Regenerative Medizin“
  • Stärkung der MUG Forschungseinrichtungen durch bessere Vernetzung und Kooperation 
  • Optimale Vernetzung von Forschung auf dem Gebiet der Regenerativen Medizin
  • Aufbau und Ausbau der Spitzenkompetenzzentren zum Thema „Tissue Repair, Tissue Regeneration and Tissue Reconstruction“
  • Verbesserte Behandlungsoptionen für unsere Patienten


Letzte Aktualisierung: 06.04.2018