MODUL 17: Viscerale Strukturen und Interventionen

Das Modul 17 beschäftigt sich mit Erkrankungen der vizeralen Organe in ihrem gesamten Erscheinungsbild von der Pathogenese über die Symptomatik und Diagnose bis hin zur Therapie mit Betonung der chirurgischen Therapieverfahren. Das Modul wird interdisziplinär unter Beteiligung zahlreicher vorklinischer- und klinischer Institute durchgeführt.

Die praktischen Übungen werden an sämtlichen Abteilungen der Univ.-Klinik für Chirurgie (Vorstand: Hr. o.Univ.-Prof. Dr. H.J. Mischinger) sowie in den Operationsälen, Ambulanzen, Spezialambulanzen und der chirurgischen Endoskopie (Klin. Abteilung für Allgemeinchirurgie und Klin. Abteilung für Thoraxchirurgie) der Universitätsklinik für Chirurgie durchgeführt.

Die Funktion des Modulkoordinators wird von ao. Univ.-Prof. Dr. Georg Werkgartner ausgeübt, als Modulassistenten sind Frau  AssArzt Dr. Andrea Bradatsch und Herr Robert Paar tätig. Prüfungskoordinator ist Herr Ass.Prof. Dr. Michael Thalhammer.
 
Das Modul beginnt mit einer Einführung in die Diagnose und Behandlung der Krankheitsbilder und mit der Präsentation eines Leitfadens für die praktische Untersuchung von chirurgischen Patienten. Zusätzlich wird zu Beginn des Moduls eine theoretische  Einführung in Naht- und Knüpftechniken durchgeführt, damit entsprechende Grundlagen für den praktischen Teil geschaffen werden. Darauf folgt eine Rekapitulation der Anatomie, der Physiologie und der Pathologie des Gastrointestinaltraktes und der thorakalen Organe. Diese findet teilweise an der Vorklinik statt, wobei die Studierenden auch die Möglichkeit haben, im Seziersaal ihr anatomisches Wissen zu rekapitulieren. Danach nimmt der/die Studierende an einem Seminar über radiologische Diagnoseverfahren vizeraler Organe im Zentralröntgeninstitut teil.
 
In den weiteren Wochen gliedert sich der Modulentag in drei Teile. Vormittags finden die praktischen Übungen statt. Zu diesem Zweck wird der/die Studierende einer Abteilung bzw. Station der chirurgischen Univ.-Klinik zugeteilt. Im Rahmen der Übungen werden vom Studierenden chirurgische Anamnesen erhoben, Patienten untersucht, Blutabnahmen, s.c. und i.v. Injektionen, Verbandwechsel u.ä. durchgeführt. Dabei darf jegliche Tätigkeit am Patienten (Injektionen etc.) nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen!  Weiters nimmt der/die Studierende an den Visiten, Besprechungen etc. der entsprechenden Abteilung teil. Im Rahmen des praktischen Teils des Moduls wird der/die Studierende auch zu Assistenzen im Operationssaal herangezogen. Darüber hinaus erfolgt die Teilnahme am Geschehen der Hauptambulanz in der Erstaufnahme sowie den diversen Spezialambulanzen incl. Endoskopie. Weiters wird der/die Studierende in den Räumlichkeiten der Chirurgischen Forschung in Naht- und Knotentechniken ausgebildet.
 
Im zweiten Teil des Modulentages werden die wichtigsten vizeralen Erkrankungen sowie deren Diagnose und Therapie im Sinne einer im allgemeinen zweistündigen Vorlesung ergänzt durch Bild- und Videopräsentationen den Studierenden vorgetragen. Hierbei besteht jederzeit die Möglichkeit mit Fragen an die vortragenden heranzutreten bzw. interessante Krankheitsbilder zusätzlich mit den Lehrenden zu diskutieren.  Diese Vorlesungen finden in der Regel nach einer dreiviertelstündigen Mittagspause von 13:15 Uhr bis 14:45 Uhr statt.
 
Es besteht auch die Möglichkeit einen Teil der Übungen in Form eines sogenannten Tag- (7:30 Uhr bis 19:30 Uhr) bzw. Nachtdienstes (19:30 Uhr bis 7:30 Uhr) zu absolvieren. Für diese Dienste werden Übungsstunden gegengerechnet.
 
Der dritte Teil des Modulentages entfällt auf die Seminare, die zum Großteil virtuell abgehalten werden. Ziel der Seminare ist die selbständige Erarbeitung von durch die Lehrenden der Chirurgischen Univ.-Klinik im VMC aufbereiteten Krankheitsbildern. Weiters erfolgt eine Vorstellung in der Chirurgie verwendeter technischer Geräte.
 
Die Prüfung umfasst den Inhalt der Vorlesungen und den im VMC vorhanden Lehrstoff der Seminare.  Weiters werden folgende Kapitel aus dem Lehrbuch K.H. Tscheliessnigg S. Uranüs, G.Pierer „Lehrbuch der Allgemeinen und Speziellen Chirurgie“, Verlag Wilhelm Madurich geprüft: 1) Allgemeinchirurgie, 2) Thoraxchirurgie 3) Allgemeine Risikofaktoren und Patientenaufklärung, Chirurgische Nahttechnik und Wundbehandlung, Chirurgische Infektionen, perioperative Thromboseprophylaxe aus dem Kapitel Allgemeiner Teil. Dieses Buch ist mittels Hörerschein für die Studierenden der Medizinischen Universität Graz begünstigt zu beziehen.
 
Der Vorstand der Chirurgischen Universitätsklinik Herr o.Univ.-Prof. Dr. H.J. Mischinger, alle Abteilungsleiter der Chirurgischen Universitätsklinik, sämtliche Lehrenden und selbstverständlich ich als Modulenkoordinator erachten die Studentenausbildung als einen wesentlichen Bestandteil unserer universitären Aufgaben und sind bemüht im Rahmen des Moduls 17 den Studierenden eine optimale Ausbildung zu gewährleisten. Wir bemühen uns aber auch ein für die Studierenden angenehmes menschliches Klima zu schaffen.  Dies wird durch gewisse infrastrukturelle Mängel – vor allem räumlicher Art auf den Stationen – etwas erschwert, wobei an der Beseitigung dieser Engpässe gearbeitet wird.
 
Für Anfragen bzw. Auftreten von Problemen stehen
Herr Robert Paar (Tel.: +43/316-385-82327) und
Herr ao. Univ.-Prof. Dr. Georg Werkgartner (Tel. +43/316-385-12755) nach telefonischer Voranmeldung jederzeit zur Verfügung.
 
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​Sprechstunde ao. Univ.-Prof. Dr. Georg Werkgartner:
nach tel. Anmeldung +43/316-385-12755

virtuelle Lernunterlagen aus VMC/Moodle

 

Die Lehrveranstaltungen, die Lehrenden und sämtliche Termine des M17 sind in MEDONLINE unter Studienrichtungen-Humanmedizin-Module hinterlegt.
 

Letzte Aktualisierung: 23.03.2015