Die Klinik ab 1996

Nach Emeritierung von Julius Kraft-Kinz 1996 folgte KH.Tscheliessnigg als Vorstand.

Seit seiner Übernahme wurde der Nordturm als Zusatzbau fertig gestellt und der Zielplanung „Chirurgie-Neu“, die praktisch eine Verdoppelung der derzeitigen Kubatur bringen soll, in Angriff genommen. Diese Planung wurde im Sommer 2001 fertig gestellt und anschließend durch die Firma Lohfert & Lohfert hinsichtlich der im Entwicklungsplan vorgesehenen Zentrumsbildung neu evaluiert.

 
Das in der Zwischenzeit im Jahre 2000 als Operationszentrum A in zwei Stockwerken im Innenhof der alten Chirurgie mit 6 weiteren modernst ausgestatteten OP-Sälen fertig gestellte Containergebäude und der alte Aseptische OP-Trakt als OP-Zentrum B mit weiteren 6 Operationssälen wurde in Betrieb genommen.
 
Das Hörsaal-Zentrum, das gemeinsam von der Chirurgischen Univ. Klinik und Univ. Klinik für Innere Medizin besiedelt wurde, ist ebenfalls im Jahre 2001 im Innenhof der Univ.Klinik für Innere Medizin fertig gestellt worden, sodass der alte Chirurgische Hörsaal in den Ambulanzbetrieb mit einbezogen werden kann (MAC).
 
Der Einsatz des ersten Operations-Roboters (ZEUS) in Österreich wurde im Rahmen der Allgemeinchirurgie und Herzchirurgie durchgeführt.
 
Nach Fertigstellung dieser Evaluation 2003 wurde versucht mit dem Bund Verhandlungen aufzunehmen. Die in den folgenden Jahren auftretenden baulichen Schäden des Gesamt-Chirurgieblocks mit Rohrbrüchen im gesamten Hochhaus, die zu Schließungen von Stationen, Intensivstationen und Operationssälen wegen Wasser- und Fäkalieneinbruch geführt hatten, begann schließlich und endlich getrieben durch zahlreiche Politikerbesuche, und die Aktion „HELP“, die Verhandlung mit dem Bund.

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Dem Start der von Univ.-Prof. Dr. KH. Tscheliessnigg initiierten Aktion „HELP“ folgt erhebliches Medien-Echo und im ersten Schritt über 3.500 Unterschriften von GrazerInnen.

 

 

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Nach aktionistischen Maßnahmenan verbildlichen die großen
Help-Aufschriften den „Hilferuf“ an die Entscheidungsträger.

In Summe  wurde ein Teil des Gesamt-Zukunftspaketes LKH-Universitätsklinikum 2020  (ca. die Hälfte) in den Verhandlungsumfang mit aufgenommen und inhaltlich sowie bzgl. des Finanzrahmens mit dem Wissenschaftsministerium und Finanzministerium abgestimmt.
 
Die danach folgenden zähen Verhandlungen hinsichtlich der prozentuellen Beteiligung von Land und Bund wurden durch den Rücktritt der Koalitionsregierung im Juli 2008 jäh unterbrochen.
 

Weiters wird im Jahre 2008 darüber hinaus der gesamte Ambulanztrakt mit Hausröntgen, Gipszimmer und Schockraum einer gründlichen Renovierung und Erneuerung als mittelfristige Adaptierung der Chirurgie (MAC) durchgeführt. 

Im ersten Stock des Hörsaals wird die Herz-Transplant-Intensivstations-Erweiterung entstehen, sowie durch einen weiteren Operations-/Intensiv-Container als Erweiterung des bereits bestehenden Operationszentrums A weitere 10 Betten als Aseptische Intensiv und 3 OP-Säle als neuerlicher Herz-OP/Transplantat-OP, weiters Thorax-OP, sowie Notfall-OP entstehen.
 
Im Frühjahr 2008 wurde darüber hinaus die erste Intensivüberwachungsstation der Univ. Klinik für Chirurgie im A-Trakt des Altbaus der alten Chirurgischen Klinik eingerichtet und eröffnet.
Nunmehr stehen weitere 9 Betten (später 12) im unmittelbaren Anschluss an die derzeitige Aseptische Intensivstation zur Verfügung.
 
Im Herbst des Jahres 2008 erfolgt der Architektenwettbewerb für den Südtrakt der Zielplanung Chirurgie in dem dann die chirurgischen Fächer mit Ausnahme der Urologie sowie ein großes OP-Zentrum mit 30 OP-Sälen, sowie zwei Notfalls-OP-Sälen für die Chirurgische EBA zur Verfügung stehen werden.

Das Zukunftspaket LKH-Universitätsklinik 2020 sowie das 611 Mio. Euro umfassende Zielplanungspaket, welches neben dem Chirurgieblock auch die Erweiterungen der Zahnklinik, der Blutbank und der Univ.Klinik für Radiologie beinhaltet, die Ausstattung in Großgeräten und Medizintechnik miterfasst wurden von KH.Tscheliessnigg als Vizerektor für den Klinischen Bereich, als suppl. Rektor (Oktober 2007 bis März 2008) und später als Stabstelle/Direktor für LKH-Universitätsklinikum 2020 inhaltlich ausformuliert und vorangetrieben.
 
 

Im November 2009 wurde schließlich in einem gemeinsamen Besuch von Landeshauptmann-Stellvertreter Schützenhöfer, Tscheliessnigg und Fotter bei Finanzminister und Vizekanzler Pröll das Paket LKH-Universitätsklinikum 2020 mit 479 Millionen Euro zum Ausbau und Neubau der Chirurgie, Ausbau der Radiologie, Neubau der Blutbank und Neubau der Zahnklinik festgesetzt.© LKH Universitätsklinikum Graz, Chirurgie
Damit ist ein 12-jähriger Verhandlungsmarathon zu Ende gegangen und wurden die notwendigen Schritte in Hinblick auf einen LKH-Universitätsklinikum 2020 Beirat und ein Auftraggeber-Gremium gesetzt.
Die Unterschrift unter dem gemeinsamen Staatsvertrag zwischen Land und Bund erfolgte im März 2010.
VK Pröll mit LH-Stellvertreter Schützenhöfer, LR Buchmann sowie Wissenschaftsministerin Karl überzeugten sich vor Ort im Klinikum von der Notwendigkeit.
 
© LKH Universitätsklinikum Graz, Chirurgie © LKH Universitätsklinikum Graz, Chirurgie
 
 
Nach entsprechenden Behördeneinreichungen und Feinplanungen wird der Spatenstich 2012 erwartet.

Nach Unterzeichnung des LKH-2020-Vertrages wurde das HELP-Logo mit einem DANKE überschrieben, um die Dankbarkeit der Universitätsklinik für Chirurgie an jene Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, an die Politik und weiters an alle die tatkräftig mitgewirkt haben, dass unser LKH-2020 Wirklichkeit werden kann, zum Ausdruck bringen und damit kund zu tun, dass wir Hilfe benötigen, um anderen helfen zu können.
 
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Mit Oktober 2012 hat Hans-Jörg Mischinger die Klinikleitung übernommen.
Letzte Aktualisierung: 03.08.2016