Druckkammer reloaded

"Wir sind sehr stolz, nun über eine der best ausgestatteten hyperbaren Therapieeinrichtungen im zentraleuropäischen Raum zu verfügen", erklärt Univ.-Prof. Dr. Freyja-Maria Smolle-Jüttner, Leiterin unserer Klinischen Abteilung für Thoraxchirurgie und Hyperbare Chirurgie

​Das gesamte Druckkammerareal wurde im Zuge von Brandschutzmaßnahmen modernisiert. Die bauliche Umgestaltung dauerte – bei nur kurzzeitig unterbrochenem, parallel laufendem Vollbetrieb – rund sieben Monate und umfasste die Erneuerung der Patientenumkleiden, die Schaffung eines Patientenwarteraums sowie neuer Lagerflächen. Die medizintechnische Ausstattung der Kammer wurde im Sinne höchsten Patientenkomforts optimiert. 

Elisa Böhm

 © Elisa Böhm

 

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​In der Großdruckkammeranlage werden sowohl ambulante Patienten mit konservativen Indikationen als auch stationäre Patienten aller Pflegestufen bis hin zu vollintensivierten Patienten behandelt. Die Anlage steht für Notfälle aus dem gesamten Bundesgebiet zur Verfügung und bietet eine 24-Stunden-Rufbereitschaft. Dabei ist die Betriebsbereitschaft der Anlage innerhalb von nur 20 Minuten ab Alarmierungs-zeitpunkt gewährleistet. Alle Fachärzte der Klinischen Abteilung für Thorax- und Hyperbare Chirurgie verfügen über international approbierte Zusatzausbildungen in hyperbarer Medizin, die Biotechniker, Techniker und das Pflegepersonal über entsprechende, spezifische Ausbildungen. Pro Jahr erfolgen mehr als 1.000 Kompressionen.
 

 

 

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Manuelle Sekundärsteuerung
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Intensivtherapieplatz
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Am Steuerpult
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Innenaufnahme
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Wartebereich
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Monitoring
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Dokumentationsarbeit
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Patiententransfer
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Blick in die Therapiekammer
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Geschichte der Grazer Druckkammer
 
 Der Amsterdamer Kongress 1963 wurde von der im Aufbau begriffenen Herzchirurgie in Graz genau verfolgt. Kurz danach nahm der damalige Assistent Dr. Gerhard Friehs Kontakt mit Ite Boerema auf. Aufgrund vieler erfolgversprechender Berichte weltweit, beschloss die Klinikleitung unter dem Vorstand Prof. Franz Spath bereits 1964, im Zuge des Neubaus des Chirurgieblocks auch eine Druckkammeranlage zu planen.
 
1965-1966 erlernte Friehs anlässlich eines Studienaufenthalts am Children´s Hospital in Boston an der Harvard Medical School nicht nur die klinische Anwendung der HBO in der pädiatrischen Cardiochirurgie, sondern befasste sich auch mit Einzelheiten der Druckkammertechnik, die er durch Hospitationen in vielen verschiedenen hyperbaren Kammern in den USA, London, Glasgow, Aberdeen, Stockholm, Würzburg, Mainz, Fürstenfeldbruck und Kiel vertiefte und erweiterte.
 
1965 gelang es nach längeren Verhandlungen mit der Firma Bethlehem in Pittsburgh, eine von Bethlehem geplante Kammer in die Lizenzerzeugung der Grazer Firma Waagner-Biró zu übergeben
 
1968 wurde der Druckkessel bei Waagner-Biró gefertigt. Parallel dazu fanden in der später angeflanschten Schleusenkammer bereits klinische Testreihen am Werksgelände statt.

1970 wurde Prof. Julius Kraft-Kinz als neuer Vorstand der Chirurgischen Klinik berufen, und förderte die Schaffung eines Departments für Thoraxchirurgie und Hyperbare Chirurgie.

1971 erfolgte das Einsetzen der werkseitig gefertigten Druckkammeranlage in das Kellergeschoß des im Bau befindlichen Chirurgieneubaus. Anschließend wurde darüber das Gebäude hochgezogen. Die Kompressoren lieferte die britische Firma Joy-Sullivan. 1972 fand die erste klinische Kompression statt.

Letzte Aktualisierung: 06.11.2019