Achtung Feuergefahr

Wie gefährlich die Alternativkamine sein können, hat Renate Gschiel vor über zwei Jahren am eigenen Leib erfahren. Die Verpuffung des Gasgemisches verursachte ein Flammeninferno, bei dem über 70 Prozent ihrer Haut verbrannten. Nach unzähligen Operationen ist die Steirerin heute wieder im Leben angekommen.

"Allein in der ersten Akutphase haben wir zwölf Operationen durchgeführt, in denen nekrotisches Gewebe entfernt wurde und die entsprechenden Bereiche nach und nach durch Eigenhaut der Patientin ersetzt wurden. Diese konnte u. a. von nicht betroffenen Körperstellen entnommen werden", erklärt Univ.-Prof. Dr. Lars-Peter  Kamolz, Leiter der Klinischen Abteilung für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie.

Die Amputation konnte letztlich durch mehrere rekonstruktive Maßnahmen abgewendet werden, fährt der Plastische Chirurg fort. Wichtig ist ihm zu betonen, dass die Behandlung von derart schwerwiegenden Verletzungen nur durch eine interdisziplinäre Zusammenarbeit an einem Zentrum wie in Graz erfolgreich sein kann, in der Plastische Chirurgen, Anästhesisten, Pflegepersonen, Physio- und Ergotherapeuten rund um die Uhr Hand in Hand agieren. Auch die Schmerztherapie als solche ist immer zu 100 Prozent auf den Patienten abgestimmt.

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte der Pressemitteilung des LKH Universitätsklinikum Graz.

 

Zahlen, Daten, Fakten
Im vergangenen Jahr wurden an der Klinischen Abteilung für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie der Univ.-Klinik für Chirurgie 80 Patienten mit Verbrennungen zweiten oder dritten Grades versorgt, wie auch Renate Gschiel sie erlitten hat. Dabei handelt es sich um schwerwiegende Verletzungen, die plastisch-chirurgischer Hilfe bedürfen. In der Verbrennungschirurgie gilt es, sowohl den schützenden Hautmantel durch z. B. Hauttransplantationen als auch die diversen Bewegungsfunktionen wiederherzustellen. In der rekonstruktiven Behandlungsphase kümmern sich die Spezialisten auch um diverse funktionelle und ästhetische Korrekturen.
Die Behandlung von Verbrennungsopfern erfolgt immer im Rahmen einer interdisziplinären Zusammenarbeit, in der sowohl die Plastischen Chirurgen als auch die Spezialisten der Univ.-Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin, Pflegeexperten und Ergo- und Physiotherapeuten kooperieren.

Letzte Aktualisierung: 21.12.2018